Deutsche Industrie drängt Merz zu Verschärfung der Handelspolitik gegenüber China
Global Banking & Finance Review
Deutsche Industrieführer und Handelsverbände fordern Kanzler Friedrich Merz zu härteren Maßnahmen gegen chinesische Konkurrenz auf und verweisen auf eine OECD-Findung, wonach chinesische Hersteller drei- bis achtmal mehr staatliche Unterstützung im Verhältnis zum Umsatz erhalten und Subventionen rund 60 Prozent der weltweiten Marktanteilsgewinne ausmachten. Deutschlands Handelsdefizit mit China wuchs um etwa 22 Milliarden Euro auf 89,3 Milliarden Euro, da Importe um 8,8 Prozent zulegten und Exporte um 9,7 Prozent fielen. Automobilhersteller, darunter Volkswagen, sehen zunehmende Konkurrenz von Firmen wie BYD, während der BDI und der DIHK schnellere Einsatz von Schutzmaßnahmen und verfahrensrechtliche Änderungen vor den EU-China-Gesprächen im Oktober fordern.
Deutsche Industrie sucht schnellere EU-Handelsinstrumente gegen chinesische Konkurrenz
Hintergrund
Deutsche Unternehmen wehrten sich lange gegen Handelsschranken. Neue Daten zu Subventionen und ein größeres Handelsdefizit erhöhen den Druck. Deutschland könnte EU-Maßnahmen unterstützen, falls die Gespräche im Oktober scheitern.
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